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25. Juli 2014: Vor etwa einem Jahr hat Zarafa die "Zarafa Code Challenge" an diversen Stellen im Internet angekündigt. Dabei wurde nach sinnvollen oder auch coolen Erweiterungen für das eigene Produkt gesucht, z.B. neue Dienste, weitere Schnittstellen, etwas sicherheitsrelevantes, ein WebApp-Plugin, eine Integration in einen anderen Dienst oder einfach irgendetwas, das mit Zarafa zu tun hat. Der Hauptpreis wurde mit 5.000 EUR dotiert, insgesamt sollten mehrere Preise im Wert von insgesamt über 10.000 EUR vergeben werden; die Abgabefrist wurde im Nachhinein verlängert. Seit den Ankündigungen habe ich nichts mehr davon gehört - mein "Mentor" bei Zarafa kann mir auch nicht mehr sagen. Dabei habe ich Patches für die Schwachstellen CVE-2014-0037, CVE-2014-0079 und CVE-2014-0103 (alle von Zarafa fast totgeschwiegen) eingereicht. Zudem habe ich Patches für die Verbesserungen ZCP-11974, ZCP-12013, ZCP-12118, ZCP-12139, ZCP-12141, ZCP-12142, ZCP-12143, ZCP-12211, ZCP-12236, ZCP-12237, ZCP-12365, ZCP-12398, ZCP-12406 und ZCP-12407 eingereicht. Ich erwarte nicht zu gewinnen, aber eine abschließende Preisverleihung wäre trotzdem wünschenswert!

24. Juli 2014: Heute habe ich mich ernsthaft gefragt, ob das "E" in RHEV wirklich für "Enterprise" oder doch eher für "Entryprice" steht. Generell ist Red Hat Enterprise Virtualization die Antwort von Red Hat auf VMware ESX. Technisch betrachtet basiert RHEV auf RHEL und KVM, die Management-Oberfläche ist mit JBoss gelöst. Letztere läuft zusammen mit der eigentlichen Verwaltungsfunktionalität in einer eigenen Management-VM, RHEV-M genannt. Diese virtuelle Maschine kann seit RHEV 3.4 auch innerhalb von RHEV als sogenannte "Self-Hosted Engine" betrieben werden. Allerdings ist dafür derzeit NFS zwingend erforderlich; dieses wird aber von SANs üblicherweise nicht bereitgestellt. Zusätzlich kann für die "Self-Hosted Engine" nicht einfach das üblicherweise beworbene RHEV-H verwendet werden, sondern es wird RHEL benötigt und RHEV-H muss ähnlich einem "Add-On" nachinstalliert werden. Und das wiederum hebt den Preis je Hypervisor. Die Hochverfügbarkeit von RHEV-M wird nur durch die Virtualisierung gelöst, d.h. ist kein Active-/Passive-Cluster mit mehreren RHEV-M möglich. Und ohne RHEV-M laufen zwar die VMs weiter, aber mehr ist nicht zu wollen!

19. Juli 2014: Nachdem ich heute Abend beim Sicherheitsupdate von phpMyAdmin einmal mehr festgestellt habe, dass ich schon seit längerem endlich die PHP-Erweiterung von mcrypt von meinem System verbannt sehen möchte, habe ich das diesmal wirklich in die Tat umgesetzt: Letztendlich werden statt mcrypt_encrypt() und mcrypt_decrypt() die Funktionen openssl_encrypt() und openssl_decrypt() verwendet. Jedoch lassen sich die Funktionen nicht 1:1 austauschen sondern es sind weitere Anpassungen notwendig. Als Ergebnis ist daraus ein Patch für phpMyAdmin entstanden, der die Unterstützung für die PHP-Erweiterung OpenSSL optional hinzufügt. Diesen Patch habe ich dann bei den Entwicklern von phpMyAdmin eingereicht. Und da neben phpMyAdmin auch Roundcubemail auf mcrypt setzt habe ich einen weiteren Patch entwickelt und bei den Roundcube-Entwicklern eingereicht. Meine Abneigung gegenüber mcrypt mag nicht nachvollziehbar sein, doch sehe ich keinen Grund für eine weitere Verschlüsselungsbibliothek auf meinem System. Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler meine Patches akzeptieren und in zukünftige Releases aufnehmen...

16. Juli 2014: Die Unterschiede und Inkompatibilitäten zwischen RFC 2047 und RFC 2231 sind leider heutzutage noch immer ein Problem in der E-Mail-Welt: RFC 2047 führt zu einer Kopfzeile wie Content-Type: application/pdf; name=test.pdf während RFC 2231 zu Content-Type: application/pdf; name*=iso-8859-1''%74%65%73%74%2E%70%64%66 führt. An und für sich könnte man in einem E-Mail-Client beides unterstützen, doch erwartet das noch immer verwendete Microsoft Exchange 2003 ausschließlich die Headerzeilen gemäß RFC 2047 während mit Microsoft Exchange 2007 versendete E-Mails die "neueren" Kopfzeilen nach RFC 2231 erzeugt - das führt beim Exchange 2003 unweigerlich zu E-Mail-Anhängen, die *.dat heißen. Zarafa versucht schlau zu sein und verwendet Content-Type: application/pdf; name=test.pdf;name*=iso-8859-1''%74%65%73%74%2E%70%64%66 (mittels der C-Präprozessor-Definition VMIME_ALWAYS_GENERATE_7BIT_PARAMETER in libvmime) als Headerzeile, doch das ist leider nicht RFC-konform und verursacht zudem völlig kaputte Dateinamen beim MDaemon Messaging Server. Ohje!

13. Juli 2014: Um 23:36 Uhr war es so weit - und ganz nach Herbert Zimmermann: "Aus, aus, aus - aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister...". Gut, der Kommentator im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hat sich beim nun vierten Sieg einer deutschen Fußballnationalmannschaft beim Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft bei weitem nicht so überschlagen wie Herbert Zimmermann seinerseits, aber die Freude war trotzdem zu erkennen. Das erlösende Tor für Deutschland kam erst in der 113. Minute vom eingewechselten Mario Götze - damit ist er übrigens der jüngste deutsche Siegtorschütze und löst Helmut Rahn vom "Wunder von Bern" als bisherigen jüngsten deutschen Siegtorschützen ab. Auch sehr lobenswert: Bei der Siegerehrung hielt Mario Götze das Trikot des aufgrund einer Verletzung ausgefallenen Spielkollegen Marco Reus hoch. Die Auszeichnung mit dem "Goldenen Handschuh" für Manuel Neuer ist meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt: Kein anderer Torwart dürfte bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft zum einen so aktiv und intensiv am Spiel beteiligt und zum anderen so weit weg vom eigenen Tor (also nahe an der Mittellinie) gewesen sein wie er.

10. Juli 2014: Theoretisch unterstützt Zarafa 7.1.10 die MySQL-Alternative MariaDB - glaubt man dem offiziellen Ticket ZCP-11934, das erfolgreich geschlossen wurde. In der Praxis sieht die Welt leider bei weitem nicht so rosig aus, denn das Maillog wird bereits beim ersten Loginversuch am Zarafa WebAccess mit folgendem zugemüllt: SQL [00000002] result failed: BIGINT UNSIGNED value is out of range in '(`zarafa`.`properties`.`tag` - 0x8501)' - und das mit den neusten Versionen, Zarafa 7.1.10 und MariaDB 5.5.38. Da frage ich mich schon was die Leute bei Zarafa in der Entwicklung und QA genau gemacht und getestet haben. Einen eigenen Workaround habe ich nun kurzerhand in die RPM-Pakete für Fedora und EPEL gepackt. Etwas anderes das ich nicht verstehe ist, dass ein Patch meinerseits aus 2012 zuerst in Zarafa aufgenommen worden ist um dann mit aktuellen Zarafa-Releases wieder halb entfernt zu werden. Aktuell kann damit Zarafa 7.1.10 nicht ohne Zarafa-Search gebaut werden, was aber dann sein muss wenn die Bibliotheken CLucene und/oder Kyotocabinet aus irgendeinem Grund nicht zur Verfügung stehen.

9. Juli 2014: Zufall oder Schicksal? Vorgestern zieht CentOS auf "7" und gestern die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gegen Brasilien beim Halbfinale. Allerdings ist CentOS bei "7.0" und die DFB-Mannschaft bei "7.1" - korrekterweise bei "7:1". Technisch betrachtet müsste somit eine Binärkompatibilität gegeben sein. Und jetzt Schluss mit dem Unsinn, Software und Fußball sollte man besser nicht vermischen! Schade ist irgendwie, dass ausgerechnet wir den Gastgeber Brasilien mit 7:1 (ohne Verlängerung und ohne Elfmeterschießen) aus dem Tunier befördert haben - obwohl ich mich natürlich für Deutschland über das Ergebnis freue. Manuel Neuer ist insgesamt betrachtet wohl der beste deutsche Abwehrspieler...gelegentlich ist er als Torwart sogar dem Tor näher als der Mittellinie. Insgesamt ein sehr schönes Ergebnis und Deutschland steht endlich mal wieder im Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft. Bleibt nur noch abzuwarten wer morgen das zweite Halbfinale gewinnt und damit am Sonntag gegen uns spielt...

8. Juli 2014: Unmittelbar nach der Veröffentlichung von CentOS 7 habe ich geprüft welche meiner Pakete in Fedora EPEL noch nicht für Red Hat Enterprise Linux 7 gebaut sind - das größte Sorgenkind war Zarafa. Dort konnte ursprünglich die von Zarafa benötigte Bibliothek libvmime nicht gebaut werden, da eine Abhängigkeit gefehlt hat. Inzwischen wurde dies allerdings nachgeholt und so war die Kette der fehlenden Pakete relativ kurz und schmerzlos: libvmime, zarafa, pam_mapi. Selbstverständlich habe ich das anschließend auf der Zarafa-Mailingliste noch angekündigt, da es (abgesehen von meinen RPM-Paketen) bislang noch keine anderen Pakete für Red Hat Enterprise Linux 7 gibt - nicht einmal von Zarafa selbst! Damit bleibe ich als Fedora-Mitwirkender der Foundation "First" weiterhin nahe. Verschiedene Korrekturen und Anpassungen in Zarafa existieren schließlich nur weil ich den Quellcode bereits vorher auf Fedora kompiliert und diverse Probleme gemeldet bzw. korrigiert habe. Gleichzeitig habe ich seit der Veröffentlichung von RHEL 6 dem Zarafa-Produktmanager so manches Ohr hinsichtlich "RHEL 7 kommt in einigen Jahren und dann muss das gehen" abgekaut!

7. Juli 2014: Heute Abend ist CentOS 7, der freie Nachbau von Red Hat Enterprise Linux 7, veröffentlicht worden. Dafür haben die CentOS-Entwickler knapp einen Monat benötigt - RHEL 7 wurde am 10. Juni veröffentlicht. In der Theorie hört es sich einfach an: CentOS wird einfach aus den Source RPM-Paketen von RHEL gebaut. In der Praxis ist es aufwendiger: Pakete müssen umbenannt, Logos ausgetauscht werden und der richtige Produktname soll am Ende auch überall stehen. Bei CentOS 7 dürfte zudem eine größere Hürde gewesen sein, dass bei der Intel-Architektur nur noch 64 Bit (x86_64) unterstützt werden, d.h. für die 32 Bit-Kompatibilitätspakete (i686) mussten trotzdem große Teile des Paketbaums zusätzlich in 32 Bit gebaut werden - doppelte Arbeit. Die eigentliche Ankündigung von CentOS 7 war im IRC-Netzwerk Freenode im Channel #centos-devel um 20:23 Uhr von Karanbir Singh mit den Worten "anybody want to know a secret ... you should be able to get CentOS-7 just about everywhere .. should have an announcement really soon :D". Etwas mehr als 7 Minuten später ging die offizielle Ankündigung dann über die CentOS-Mailingliste. Und Freshcode ist auch aktuell!

2. Juli 2014: Gestern Abend habe ich pam_mapi 0.2.0 veröffentlicht - zum ersten Mal mit einem größeren Versionssprung: Sowohl das Veröffentlichungsdatum als auch die runde Version sind in Gedenken an ihn, da er meine Entwicklung und die initiale Veröffentlichung noch miterlebt hat. Inhaltlich kommt mit der neuen Version die Unterstützung von den Zarafa-Features hinzu, die bei Zarafa seit Version 7.0 existieren und das Deaktivieren bzw. Aktivieren von einzelnen Funktionalitäten wie POP3 oder IMAP pro Benutzer ermöglichen. Durch eine neue Konfigurationsoption in pam_mapi kann dieses Verhalten nun auch z.B. auf die SMTP-Authentifikation übertragen werden. Denn bislang hat das PAM-Modul einfach bei jeder erfolgreichen MAPI-Authentifikation ebenfalls Erfolg zurückgemeldet - unabhängig von den aktivieren bzw. deaktivierten Zarafa-Features. Selbstverständlich können mehrere Funktionalitäten Pipe-separiert angegeben werden; jedoch reicht es aus wenn nur eine in Zarafa aktiviert ist. Die neue Version steht zum Download bereit, aktualisierte RPM-Pakete für Fedora und RHEL sind gebaut. Und nach dem Ende von Freecode findet sich ein Eintrag auf Freshcode.

1. Juli 2014: Heute hätte er einen runden Geburtstag gefeiert - wenn er noch leben würde. Doch stattdessen habe ich heute sein Grab auf dem Friedhof besucht. Hübsch ist bei einem Grab zwar immer so eine Sache für sich, allerdings habe ich festgestellt, dass es nun wirklich Zeit für seinen Grabstein wird. Beauftragt ist dieser schon seit längerer Zeit, jedoch wartet der Steinmetz nach eigener Aussage noch immer auf die Lieferung des Steins. Damit sein Grab die verbleibende Zeit bis zur sowieso bereits geplanten Umgestaltung und Dauerbepflanzung nach dem Aufstellen des Grabsteins wieder etwas farbenfroher aussieht, habe ich heute morgen noch ein paar Blumen gekauft und platziert. Viel anderes bleibt zur Zeit nicht...

29. Juni 2014: Nachdem die Dice Holdings, der Betreiber von Freecode (bekannt geworden unter dem Namen "Freshmeat"), ohne jegliche Vorankündigung das Projekt bzw. die Webseite am 18. Juni 2014 eingestellt hat, sind verschiedene Leute auf der Suche nach einem Ersatz. Im Weblog von Eric S. Raymond, einem Urgestein der Open-Source-Welt, findet sich auch der Beitrag "Replacing freecode: a proposal" der sich genau damit beschäftigt. Freecode war ein Portal bzw. Verzeichnis mit freier Software - maßgeblich im Linux-/Unix-Bereich. In den Kommentaren des Blogs finden sich zwar interessante Diskussionen, jedoch sind diese hauptsächlich zum technischen Framework. Ich persönlich finde weder Ruby on Rails noch Grails bei der Entwicklung attraktiv und habe mich dafür um so mehr über die spontane Entwicklung und Veröffentlichung von Freshcode gefreut - zu meiner Begeisterung sogar in PHP geschrieben. Der noch sehr junge Dienst enthält leider bislang recht wenig Daten und ist natürlich noch nicht fertig entwickelt, kommt aber optisch und von den grundlegensten Funktionalitäten Freecode schon sehr nahe. Ich drücke jedenfalls die Daumen für Freshcode!

27. Juni 2014: Heute Mittag hat sich der Kundenservice der Lufthansa auf meine Beschwerde über AIRail bei unserer Rückreise von Norwegen per E-Mail gemeldet. Auch wenn man bei der Lufthansa wohl keinerlei Einfluss auf die Deutsche Bahn als durchführendes Partner-Unternehmen hat möchte man sich für die Unannehmlichkeiten vielmals entschuldigen. Gleichzeitig ist man sogar meiner Bitte einer teilweisen Rückerstattung der Ticketkosten für AIRail von Frankfurt nach Stuttgart nachgekommen und wird mir - wohl eher aus Kulanz - den Betrag überweisen. Darüber freue ich mich ehrlich gesagt am meisten, denn für diese Pannenfahrt mit der Deutschen Bahn war ich nicht wirklich bereit viel zu bezahlen. Mit meiner Rückerstattungsbitte direkt auf die Lufthansa anstatt auf die Deutsche Bahn zuzugehen ist in meinem Fall übrigens völlig korrekt, da die Lufthansa der sogenannte "Most Significant Carrier" (kurz MSC) meiner Reise war. Die zeitnahe und freundliche Reaktion der Lufthansa in Verbindung mit der Entsprechung meines Wunsches zeugt (jedenfalls für mich) von Interesse am Kunden. Damit gilt für mich für die Zukunft: Lufthansa - gerne wieder, aber AIRail - bitte nie wieder.

19. Juni 2014: Mit dem Einsteigen in den ICE 519 als AIRail am gestrigen Tag war das Theater leider noch nicht zu Ende. Achja, Durchsagen oder Anzeigen gab es für die Verlegung des Gleises (natürlich) keine. Aufgrund der Hektik beim Einsteigen sind wir natürlich in den falschen Waggon eingestiegen, konnten in dem völlig überfüllten Zug auch nicht woanderst hingehen. Die Zugbegleiterin hat uns bei der Fahrkartenkontrolle dann angemeckert, dass wir in der 1. Klasse stehen und in Mannheim umsteigen müssen. Wo der AIRail-Waggon (Wagen 21) ist, wusste sie allerdings auch nicht. Hektisch haben wir in Mannheim das Zugteil gewechselt, sind aber wieder in der überfüllten 1. Klasse gelandet; dort hat sich aber kein Zugbegleiter für uns interessiert. Bis Stuttgart haben wir die Verspätung auf noch 47 Minuten ausgebaut. Die durch Stuttgart 21 vorverlegten Gleise und ein defekter Fahrkartenautomat haben uns unsere S-Bahn verpassen lassen, die nächste fiel (ohne Durchsage oder Anzeige) aus und die übernächste kam mit 4 Minuten Verspätung. In Leonberg jedoch hat die Busfahrerin netterweise die S-Bahn S6 noch abgewartet; für die SSB-Linie 92 ein echtes Wunder!

18. Juni 2014: Heute morgen sind wir - nach kurzer Nacht - schon um 5 Uhr aufgestanden um die letzten Sachen in den Koffer zu packen und danach im Regen zum nahegelegenen Flughafen in Bodø zu laufen. Dort angekommen haben wir unser Gepäck aufgegeben und uns von Scandinavian Airlines nach Oslo fliegen lassen - wo wir 10 Minuten zu früh gelandet sind. Die Lufthansa hat uns dann zur Mittagszeit von Oslo nach Frankfurt geflogen. Als wir in Frankfurt auf unseren ICE 519 als AIRail gewartet haben, rannte 2 Minuten vor Abfahrt ein Bahnmitarbeiter über den Bahnsteig und rief, dass der Zug heute nicht vom Fern- sondern vom Regionalbahnhof (R3 statt T5) abfährt. Der inzwischen volle Bahnsteig setzte sich hektisch in Bewegung - quer durch den Bahnhof über defekte Rolltreppen, mit viel Gedrängle und Geschubse. Außer Puste und verschwitzt haben wir Gleis 3 erreicht; der ICE ist erst mit 35 Minuten Verspätung eingefahren. Weder bei der Deutschen Bahn noch bei der Lufthansa wusste man über das ganze annähernd Bescheid. Beim Einstiegen galt für alle Reisenden: Hauptsache irgendwie in den Zug, denn die Waggon-Reihenfolge war falsch und der Aufenthalt kurz...

17. Juni 2014: Trotz der gestrigen Herausforderungen haben wir unsere Unterkunft in Tornio, das E-City B&B, kurz vor 21 Uhr planmäßig erreicht. Nach dem Abendessen haben wir uns die Kirche von Tornio und das Rathaus angesehen - beides Holzbauten. Heute morgen sind wir sehr zeitig aufgebrochen um die letzten 650 km in Angriff zu nehmen: Von Tornio ging es durch Schweden über die E4, Riksväg 94 und 95, E45 und die E6 zurück bis nach Bodø in Norwegen. Dort haben wir - nur 800 m vom Flughafen entfernt - unsere Koffer bei einer über Airbnb organisierten privaten Übernachtungsmöglichkeit ausgeladen, den Mietwagen vollgetankt und zurückgegeben; ist nun 4060 km alt. Anschließend haben wir unsere Bordkarten für den Rückflug abgeholt, sind zurückgelaufen und haben zu Abend gegessen. Frühstück in Tornio in Finnland, Mittagessen in Arvidsjaur in Schweden, Abendessen in Bodø in Norwegen. Die größte logistische Herausforderung war jedoch das Packen unseres Koffers - hat aber geklappt. Nachdem ich die geöffneten Stockfisch-Chips im Koffer habe, dürfte mein Koffer sicherlich nicht verloren gehen. Ansonsten kann man bei der Suche einfach immer dem Stockfisch-Geruch hinterher...