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28. Januar 2015: Gestern Abend hat Zarafa die WebApp 2.0 als finale Version veröffentlicht. Bei den Neuerungen seit der WebApp 1.6 werden ein neuer HTML-Editor (ein Update von TinyMCE), verbesserte Unterstützung für Plugins und ein Plugin für Dateihandling (basierend auf SabreDAV) angeführt. Weitere Plugins sind wohl in Entwicklung, allerdings findet diese nicht öffentlich statt - was zu einer Open-Source-Software meines Erachtens eher nicht passt. Ich kann verstehen und nachvollziehen, dass man die Spannung aufrecht erhalten möchte, aber sollte der aktuelle Slogan "Zarafa is not only a product...we are a community" auf der Zarafa-Webseite nicht für eine aktive und offene Einbindung der Community stehen? Andererseits ist die WebApp 2.0 meines Erachtens nicht fertig, so fehlt z.B. weiterhin die Möglichkeit für Themes (die es im älteren bzw. abgekündigten WebAccess gibt). Ein weiterer Wermutstropfen: Die Zarafa WebApp 2.0 ist für die von mir im August 2014 entdeckten Schwachstellen CVE-2014-5447 und CVE-2014-5449 verwundbar; immerhin wurde die Schwachstelle CVE-2014-9465 jetzt geschlossen.

27. Januar 2015: Im Community-Forum von Zarafa wurde am 16. Januar 2015 ein Thread dazu eröffnet, Pro-Linux hat am 26. Januar 2015 darüber berichtet und auf Heise ist es seit heute zu finden: Zarafa stellt die Unterstützung von Microsoft Outlook und EWS zum 31. März 2016 ein. Hintergrund dafür ist wohl ein Strategiewechsel um nicht Microsoft hinterher zu programmieren sondern um die Zukunft aktiv mitzugestalten. Grundsätzlich sehe ich die Zukunft ebenfalls im Web, allerdings wundere ich mich sehr warum dafür die Outlook-Unterstützung schon jetzt auf der Strecke bleibt - zumal die Outlook-Unterstützung meines Erachtens das maßgebliche Verkaufsargument für Zarafa gewesen sein müsste. Die würdige Nachfolge soll die Zarafa WebApp antreten, allerdings sehe ich das zum aktuellen Zeitpunkt eher kritisch: Es gibt Benutzer die Outlook zwingend benötigen, da es durch Plugins für CRM, DMS, CTI oder einfach nur mit S/MIME mit und Kartenlesegerät zu einer "Middleware" gemacht wird. Ein richtiger Offline-Modus (für 10 oder gar 20 GB E-Mails) dürfte selbst mit HTML5 und localStorage nicht realisierbar sein, Caching sucht man in der WebApp derzeit sowieso vergebens. Das fehlende responsive Webdesign für die Nutzung auf mobilen Geräten zeigt zudem, dass es sich bei der Zarafa WebApp bislang leider um keine richtige "App" handelt...