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Auf meiner privaten Webseite finden Sie Workshops und Informationen rund um Linux, Details und Erklärungen zum Internet, Sicherheitsanalysen und Sie können chatten. Daneben stelle ich nützliche Tools vor, um sich durch die Windows-Welt zu schlagen. Außerdem können Sie einen Newsletter abonnieren und sich kleinere Programme und Skripte für Linux und auch Windows herunterladen. Nachfolgend finden Sie zudem verschiedene Neuigkeiten aus dem Linux- und Open-Source-Bereich - und natürlich was mich sonst alles bewegt und gerade beschäftigt.

26. Juni 2015: Gestern Abend habe ich das Fedora-Badge "Building the Outer Ring (Copr Build VII)" für mehr als 999 erfolgreich beendete COPR-Builds erhalten. Bei COPR handelt es sich um ein Projekt um Drittrepositories mit RPM-Paketen für Fedora einfach bereitzustellen und zu verwalten - ähnlich dem OBS. Bislang habe ich für mich selbst keine Notwendigkeit für COPR gesehen, da ich grundsätzlich versuche alle Pakete direkt nach Fedora zu bekommen, doch die Anfrage per E-Mail im letzten Monat vom Upstream-Maintainer von Prosody nach Nightly Builds von Prosody für Fedora und EPEL hat mich dazu gebracht erstmal Erfahrungen mit automatisierten Builds und Versionssprüngen zu sammeln. Neben automatisierten Anpassungen der Spec-Datei haben sich die distributionsspezifischen Patches und mehrere Branches als noch zu klärender Punkt herausgestellt, gleichzeitig sind dabei (da ich auch ältere Nightly Builds von Prosody zu Testzwecken herangezogen habe) insgesamt mehr als 999 Builds entstanden.

25. Juni 2015: Heute Vormittag haben sich mein bester Kumpel und seine langjährige Freundin bzw. inzwischen ja Verlobte auf Schloss Sigmaringen das standesamtliche Jawort gegeben. Die beiden haben sich in Sigmaringen kennengelernt und sich daraufhin entschieden auch dort zu heiraten. Der anwesende enge Familienkreis und die Trauzeugen haben eine Führung durch das Hohenzollernschloss erhalten, während das hübsche Brautpaar mit dem Fotografen diverse Hochzeitsfotos gemacht hat - was normalen Besuchern übrigens strengstens untersagt ist. Im großen Trauzimmer, dem historischen Leopoldsaal, sind wir dann wieder auf das Brautpaar und die "vermisste" Trauzeugin gestoßen. Nach einer tollen Rede der Standesbeamtin haben sich die beiden das Jawort gegeben, die Ringe gegenseitig angesteckt und die Unterschrift auf der Urkunde geleistet (letzteres natürlich auch wir beiden Trauzeugen). Rund um den Sektempfang sind noch viele Fotos mit dem Fotografen entstanden bevor wir zum Mittagessen ins Bootshaus gewechselt sind. Das Essen dort war äußerst lecker, leider aber etwas zu reichlich. Die frisch Vermählten haben gestrahlt, verliebt und glücklich gewirkt - hoffentlich einer der schönsten Tage in ihrem gemeinsamen Leben. Darüber hinaus wünsche ich den beiden natürlich alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

23. Juni 2015: Die meisten unserer Postkarten aus Island sind wohl erst heute bei den Empfängern eingetroffen - das dürfte dieses Mal allerdings deutlich eher an der deutschen Post und weniger an der isländischen Post gelegen haben, denn die deutsche Post streikt seit kurz nach unserer Abreise in den Urlaub. Übrigens, am 14. Juni 2015 hat die isländische Polizei ein Schweizer Gangsterduo in den Westfjorden in der Nähe von Krossneslaug festgenommen - einen Tag bevor wir in Krossneslaug waren. Die entstandenen finanziellen Schäden haben die beiden Eidgenossen wohl beglichen und die entwendeten Gegenstände wurden zurückgegeben, beide wurden zu jeweils 60 Tagen Gefängnis auf Bewährung für zwei Jahre verurteilt.

21. Juni 2015: Bei dem Mass Rebuild für Fedora 23 sind leider einige der von mir betreuten Pakete fehlgeschlagen. Die Ursache war in den meisten Fällen der neue GCC 5, der, ähnlich wie Clang, bestimmte bestehende Inline-Funktionen anmeckert, wenn diese in anderen Objekten als dem eigenen verwendet werden - hier hat jeweils ein kleiner Patch geholfen. Ein weiterer Build-Fehler resultierte aus einem Lastproblem auf dem Buildsystem, da die Testsuite von DBD::Firebird das Ergebnis bei einer entsprechenden Belastung des Gesamtsystems leider nicht garantieren kann. Im letzten Fall haben unvollständige CFLAGS den Rebuild zum Erliegen gebracht; das wiederum war jedoch relativ schwer zu finden, da die Spec-Datei verschiedene Fälle mit verschiedenen CFLAGS auf verschiedenen Versionen von Fedora bzw. EPEL abdecken muss.

19. Juni 2015: Nach der Gepäckaufgabe bei Germanwings haben wir sehr viel Zeit in der Sicherheitskontrolle verbracht, da leider nur ein paar wenige von vielen Schaltern geöffnet waren. Auch dieses Mal haben wir im Duty-free-Bereich für unsere Souvenirs die Steuern zurückgefordert und somit tax-free eingekauft (abzüglich Bearbeitungsgebühren). Unser Rückflug mit der Flugnummer 4U2797 hat sich aufgrund von starken Westwinden von 00:40 Uhr (Ortszeit) auf 01:00 Uhr verschoben. Die Verspätung haben wir jedoch aufgeholt, da die Westwinde auf dem Rückflug praktisch Rückenwind und nicht mehr Gegenwind waren. Gleichzeitig hatten wir, wie schon beim Hinflug, eine dichte Wolkendecke und haben Island leider nicht mehr von oben sehen können. An schlafen war leider nicht zu denken, mitunter auch weil wohl irgendein völlig realitätsfremder Controller bei der Germanwings die in der Vergangenheit auf Mittelstreckenflügen üblichen Nackenhörnchen gestrichen hat. Und so sind wir völlig übermüdet um 06:20 Uhr in Stuttgart bei ähnlichen Temperaturen wie in Island gelandet, haben unser Gepäck abgeholt und uns ein ausgiebiges Frühstück im Burger King im Flughafen genehmigt. Dieser hat übrigens mit unserem Eintreffen um 06:45 Uhr gerade erst geöffnet; die Küche war noch nicht ganz bereit und so wurde uns das Essen an den Tisch gebracht. Danach sind wir mit den öffentlichen Verkehrsmittel nach Hause gefahren.

18. Juni 2015: Nach einer eher kurzen Nacht haben wir nochmals ausgiebig im Hotel Keflavík, zu dem unser Guesthouse Keflavík gehört, gefrühstückt bevor wir begonnen haben unsere Koffer für den Rückflug zu packen - und zusammen lagen wir nur 1,5 kg unter der gesamten Freigepäckmenge. Unser erster Weg hat uns allerdings in die Bláa Lónið (deutsch: blaue Lagune), ein Thermalfreibad bei Grindavík geführt. Das angenehm warme blau-weiße Wasser hat eine Temperatur von 38 bis 42 °C und enthält Mineralsalze, Kieselerde und Algen. Dank unseres Premium-Tickets (immerhin 75 Euro pro Person) hatten wir keine Wartezeit am Eingang und haben nicht mehr als eine Badehose benötigt; Bademantel, Handtücher und Badeschuhe werden gestellt. Letztendlich haben wir den gesamten Tag dort verbracht, sehr praktisch und bequem ist die Lagoon Bar im Wasser. Trotz größtenteils bewölktem Himmel habe ich mir leider einen kleinen Sonnenbrand geholt. Um 20 Uhr hatten wir eine Reservierung im dazugehörenden Lava Restaurant und haben dort ein wirklich leckeres 4-Gänge-Degustationsmenü des preisgekrönten Küchenchefs Viktor Örn Andrésson gegessen. Im Anschluss sind wir zum Flughafen Keflavík gefahren, haben unseren Mietwagen mit 44.651 km (also 2512 km mehr) bei Hertz Island zurückgegeben und haben eingecheckt.

17. Juni 2015: Der 17. Juni 1944 ist der Tag der Staatsgründung Islands - und darum sind wir heute morgen zeitig aufgestanden, haben im 4-Sterne-Hotel Keflavík (zu dem das Guesthouse Keflavík gehört) gefrühstückt, bevor wir nach Reykjavík aufgebrochen sind. Das Frühstück war übrigens das herausragendste das ich jemals in irgendeinem Hotel hatte. Auf dem Austurvöllur, dem Platz vor dem Parlament, haben wir das offizielle isländische Programm verfolgt, bei dem der isländische Präsident und der Ministerpräsident anwesend waren. Die Sicherheit wurde durch wenig und kaum bewaffnete die Polizei sichergestellt, da Island keine Streitkräfte hat. Lustigerweise wurde gleichzeitig direkt daneben von einer Gewerkschaft lautstark demonstriert. Danach sind wir der feierlichen Parade zum Friedhof an der Suðurgata, wo Jón Sigurðsson (Architekt des heutigen Islands) begraben liegt, gefolgt. Die Parade um 13 Uhr auf der Laugavegur war recht kurz und bestand aus mehreren Bands. Nach dem Kauf der letzten Souvenirs haben wir am Abend im Drehrestaurant Perlan (mit Anzug, ohne Krawatte, mit Wanderschuhen) ein äußerst köstliches 6-Gänge-Degustationsmenü genossen. Auf der regulären Speisekarte lässt sich ungefähr erahnen, welche Gaumenschmäuse es dort gibt. Allerdings hatten wir leichte Probleme mit dem Besteck bei so vielen Gängen (und ganz ohne Suppe) - die Kellner haben uns hier glücklicherweise sehr pragmatisch geholfen...

16. Juni 2015: Heute morgen sind wir von Broddanes zum knapp 160 km entfernten Hraunfossar gefahren. Dabei handelt es sich um viele hundert kleine Wasserfälle auf ca. 700 Meter Länge, die aus dem schwarzen Gestein schäumen und sprudeln. Praktisch direkt daneben ist der Wasserfall Barnafoss über den der Sage nach ein natürlicher Steinbogen geführt haben soll auf dem an einem Weihnachtsabend zwei Kinder in den Fluss gefallen wären; die Mutter lies daraufhin den Steinbogen zerstören. Beide Wasserfälle wirken äußerst imposant, maßgeblich durch das laut tosende und schäumende Wasser. Danach sind wir zu den etwa 25 km entfernten Heißwasserquellen Deildartunguhver (bei Google Maps falsch kartografiert) gefahren, in unmittelbarer Nähe finden sich auch Gewächshäuser mit Tomatenpflanzungen. Das Wasser der heißen Quellen hat übrigens ca. 100 °C und riecht nach faulen Eiern (da schwefelhaltig). Im Anschluss daran sind wir zur ISNIC, der isländischen Vergabestelle für .is-Domains, im 100 km entfernten Reykjavík gefahren, wo wir uns mit dem Direktor Jens Pétur Jensen über Internet, Domains, Telekommunikation und Island in deren Büro im 18. Stockwerk unterhalten haben. Neben einem tollen Ausblick über Reykjavík haben wir dort auch eines der insgesamt 100 T-Shirts zum kürzlich vergangenen Towel Day erhalten. Die Ausfahrt aus der großen Tiefgarage war dafür eine Herausforderung (nur ein Parkautomat, der ausschließlich Karten akzeptiert aber alle für ungültig erklärt), letztendlich hat uns (und nur uns!) ein Mitarbeiter des Fosshotel Reykjavík die Schranke geöffnet - während auch andere Tiefgaragen-Parker, einschließlich Dauerparkern, Probleme bei der Ausfahrt hatten. Im gesamten größeren Bürokomplex war das Fosshotel um 17 Uhr fast das einzige noch geöffnete Unternehmen; beim Hilfe-Knopf am Parkautomaten nahm niemand ab. Danach gings zum Guesthouse Keflavík, wo es anfänglich ein kleines Problem mit dem Strom gab, das aber relativ schnell gelöst wurde.

15. Juni 2015: Mit einem gemütlichen ausgiebigen Frühstück im Hotel Djúpavík sind wir heute in den Tag gestartet: Unser erster Weg hat uns über Schotterpisten zum etwa 40 km entfernten Krossneslaug geführt. Es handelt sich dabei um ein Thermalfreibad - nur wenige Meter neben dem Nordatlantik, der Eintritt kostete 450 ISK pro Person (etwa 3 Euro). Die Luft hatte etwa 10 °C, das Wasser war herrliche etwa 40 °C warm und man konnte beim Baden den Wellen des Nordatlantiks beim Zerschellen an den Steinen zuschauen. Am Nachmittag sind wir von dort aus ins 110 km entfernte Hólmavík gefahren, um das Museum für isländische Hexerei und Zauberei zu besichtigen. Dieses ist zwar nicht sonderlich groß, aber wirklich spanned und interessant gestaltet; letztendlich dreht es sich um die Hexer-Verfolgung ("hexen" war auf Island eher ein Männerjob - anders als im restlichen Europa) seit dem späten Mittelalter; zudem wird in diesem Zusammenhang ein Stück weit auf Runen eingegangen. In unserer Übernachtung, dem Hostel Broddanes, haben wir uns Köttbullar mit Nudeln gekocht - in der größten (vermutlich sogar größer als die eigene zu Hause) und am besten ausgestatteten Küche die ich in einem Hostel jemals gesehen habe!

14. Juni 2015: Nach mehreren Tagen in der Gegend rund um Ísafjörður war heute für uns ein Fahrtag angesagt: Von Suðureyri ging es zu einem verlassenen Haus im etwa 160 km entfernten Arngerðareyri (die Fotos im Internet haben mehr hergemacht gehabt), dazwischen haben wir das Saltverk in Reykjanes entdeckt und spontan besichtigt; Saltverk stellt ausschließlich mit Geothermie Speisesalz aus Meerwasser handwerklich her. Danach sind wir über Schotterpisten in die 50 km entfernte unbesiedelte Bucht Kaldalón gefahren, in der Nähe hat früher der Komponist des Reiterlieds "Á Sprengisandi (Ríðum, ríðum)" gelebt. Weitere 160 km (auch wieder größtenteils über Schotterpisten) und mehrere Stunden später haben wir unsere Unterkunft, das Hotel Djúpavík, im gleichnamigen Ort Djúpavík gegen 19:55 Uhr erreicht. Da die Küche dort erst um 21 Uhr schließt, haben wir dort gesalzenen Kabeljau (gekocht) mit Kartoffeln und einer Gemüsemischung gegessen. Der Fisch stammte natürlich aus der Gegend, wobei ein deutsches Restaurant aus der Fischmenge auf unseren Tellern vermutlich jeweils 2 oder 3 Essen gemacht hätte. Der Fisch war jedenfalls sehr lecker und zart...

13. Juni 2015: Den heutigen Vormittag haben wir im Polarfuchszentrum in Súðavík verbracht. Dort haben wir erfahren, dass der Polarfuchs an und für sich üblicherweise nördlich der Waldgrenze lebt; der isländische Polarfuchs hat üblicherweise ein graues Fell während seine Artgenossen in Nordkanada bzw. Nordeuropa und Nordrussland normalerweise ein weißes bzw. hellblaues Fell haben. Nachmittags sind wir nach Bolungarvík gefahren, um von dort zum nahegelegenen Berg Bolafjall und zur Bucht Skálavík weiterzufahren. Allerdings mussten wir recht früh feststellen, dass diese Straße schneebedingt erst ab dem 1. Juli (und nur bis 31. August) geöffnet ist. Dafür haben wir das Naturkundemuseum im Hafen entdeckt, besucht und Informationen zur regionalen Vogelwelt und dem Bau des Tunnels Bolungarvíkurgöng erhalten. Im Anschluss haben wir den Leuchtturm Óshólaviti gesehen und waren im Freilichtmuseum Ósvör. Ausklingen lassen haben wir den Abend im Restaurant Talisman mit geräucherter Regenbogenforelle, Roggenbrotkrümeln, Frischkäse und Limettensauce als Vorspeise. Die Hauptspeise war flambierter gestreifter Seewolf mit Cognac-Sahnesauce, Kartoffeln, geräuchertem Paprika und Salat bzw. gekochter Kabeljau-Stockfisch (kurz mit Griebenschmalz angebraten) mit Kartoffeln. Pavlova mit Schlagsahne und frischen heimischen Beeren gab es als Nachtisch. Alles in allem war es eine tolle Mischung und äußerst lecker!

12. Juni 2015: Um 9:15 Uhr begann heute Morgen in Ísafjörður für uns die Tour "The Backstreets of Ísafjörður" - ein 2,5-stündiger gemütlicher Spaziergang durch Ísafjörður wo wir vieles über die Stadt und die Lebensweise der Isländer erfahren haben (und natürlich das Geheimnis über die Elfen). Der Nachname eines Isländers besteht in der Regel aus dem Namen des Vaters oder der Mutter (im Genitiv) erweitert um -son (Sohn) oder -dóttir (Tochter). Auch lieben die Isländer ihre Sprache; die Polizei heißt Lögreglan - ein Kunstwort gebildet aus "Recht" ("lög") und "Ordnung" ("regla"). Unsere nächste Tour war ab 13:00 Uhr der zweistündige "Fishing Village Food Trail" in Suðureyri. Dabei haben wir z.B. erfahren, dass Hans Kristjánsson, der Gründer von 66°North, aus Suðureyri stammt. Seine Eltern, Kristján Albertsson und Guðrúnar Þórðardóttir, waren zugleich praktisch die ersten Einwohner von Suðureyri als dieses um 1900 entstand - Suðureyri liegt auf 66° Nord. Die Tour selbst hat quer durch den Ort mit zwei "Fischfabriken" geführt und dabei immer wieder etwas essbares zum Probieren zu Tage gefördert bis sie im Café Kaupfélag von Fisherman geendet hat.

11. Juni 2015: In Þingeyri haben wir auf der Suche nach einem der ältesten Gebäude Islands das Schmiedemuseum entdeckt und eine tolle Führung erhalten; das gesuchte alte Gebäude (von 1733/1734) wurde durch ein anderes altes Gebäude (aus den 1780ern) ersetzt. Im Anschluss sind wir nach Flateyri gefahren, dort steht eine Gedenktafel für die Lawinenopfer. Mittags haben wir in Ísafjörður die Voucher für unsere gebuchten Touren abgeholt und dann das Westfjord Heritage Museum besucht. Dieses dreht sich um die Geschichte von Ísafjörður sowie Schiffe und Fischfang auf Island, wobei es noch eine Harmonika-Sonderausstellung gibt. Abends haben wir eine zweistündige (und ursprünglich für Samstag geplante) RIB-boat Nature Safari gemacht, die uns von den West Tours vermittelt wurde. Ein "RIB-boat" ist übrigens ein Festrumpfschlauchboot; aber besser unter der Marke Zodiac bekannt. Für unsere Übernachtung sind wir zum Fisherman Guesthouse in Suðureyri gefahren. Zwischen den Städten Flateyri, Suðureyri und Ísafjörður gibt es seit 1996 mit 9 km Länge den Vestfjarðagöng, Islands längsten Tunnel: Die Röhren nach Flateyri und Suðureyri sind einspurig mit Ausweichbuchten, die Röhre nach Ísafjörður ist zweispurig - und in der Mitte gibt es eine ampelfreie Kreuzung!

10. Juni 2015: Nach ausgiebigem Frühstück sind wir heute von Patreksfjörður aus losgezogen: Zuerst gings ins nur etwa 30 km entfernte Bíldudalur, die Strecke dorthin hatte allerdings viele hundert Höhenmeter (erst hinauf, dann hinunter). In Bíldudalur haben wir auf der Suche nach dem Museum zur isländischen Popmusik das isländische Seemonster-Museum entdeckt und besucht. Es ist sehr interessant und spannend gestaltet; Seemonster hin oder her - es könnte sich auch um noch nicht identifizierte Spezies ("Monster") handeln. Im Anschluss haben wir die unwirkliche Kulissen von Samúel Jónsson im 25 km entfernten Selárdalur besichtigt. Natürlich auf einer Schotterpiste als Straße, genau wie die nächsten 90 km zum Wasserfall Dynjandi. Summiert man das ganze auf und ab der Fahrstrecke zusammen, ergeben sich mehrere Höhenkilometer. Dynjandi ist oberhalb von 5 Wasserfällen, d.h. wir sind (laut GPS) die etwa 80 Höhenmeter des Wanderpfads auf schmierigem Boden und nassen Steinen hinaufgekraxelt. Knapp 35 km später und viele weitere hundert Höhenmeter später (wieder Schotterpisten) haben wir das Guesthouse by the Fjord in Þingeyri erreicht.

9. Juni 2015: Bei deutlich besserem Wetter sind wir heute morgen zeitig gestartet: Über die Straßen 54, 60, 62 und 612 ging es (mit Zwischenstopp in Búðardalur zum Tanken und Essen) zur über 380 km entfernten Landzunge Látrabjarg. Diese ist der westlichste Punkt Islands, der westlichste Punkt Europas und gilt zugleich als größter Vogelfelsen der Welt. Die Straßen dorthin waren insgesamt über 100 km nur halb geteert bzw. Schotterpisten (mit unzähligen großen Schlaglöchern), manchmal mit Schafen auf der Fahrbahn und manchmal ohne - dafür größtenteils mit Sonnenschein. Für Látrabjarg selbst muss man vermutlich an Vogelbeobachtung interessiert sein; die Freude über zwei beim Nisten entdeckte Papageitaucher war bei den anderen jedenfalls riesig. Auf dem Rückweg von Látrabjarg bzw. dem Weg nach Patreksfjörður haben wir noch das Schiffswrack Garður, das älteste Stahlschiff Islands, im gleichnamigen Fjord (Patreksfjörður) von außen besichtigt. Gegen 20 Uhr haben wir dann das Radagerdi Hostel erreicht - welches für ein Hostel sehr gut ausgestattet ist! Und unser Mietwagen ist außen inzwischen auch völlig verdreckt.

8. Juni 2015: Unser erster richtiger Tag in Island war mit zeitigem Aufstehen nach einer kurzen Nacht verbunden. Gleich nach dem Frühstück sind wir in Richtung Snæfellsjökull losgefahren, hatten aber da schon die Vermutung, dass unsere Gletschertour aufgrund des dicht bewölkten Himmels und/oder des starken Regens ausfallen wird - das hat sich dann in einem Telefonat (nachdem wir eine SIM-Karte an einer N1-Tankstelle gekauft hatten) leider so bestätigt. Wir haben uns dann entschieden gleich nach Grundarfjörður zu fahren, allerdings hat uns stürmischer Wind (mit mehr als 20 m/s) mit peitschendem Regen Einhalt geboten und wir haben erstmal im Saga Centre zu Mittag gegessen. Dabei sind wir auf das etwa 25 km entfernte Bjarnarhöfn Shark Museum aufmerksam geworden und haben dieses besichtigt (Bjarnarhöfn ist bei Google Maps übrigens falsch kartografiert). Vor Ort haben wir erfahren wie Haifisch verarbeitet wird und durften ein Stückchen Grönlandhai probieren; irgendwie fischig, aber eben anders und sehr intensiv. Beim Beziehen unserer Unterkunft im Hostel Grundarfjörður wurden wir dann leider noch mal richtig durchgenässt...

7. Juni 2015: Mit leichter Verspätung sind wir heute Abend mit der Germanwings vom Fairport Stuttgart aus in den Sommerurlaub gestartet. Eine überfüllte und nicht klimatisierte S-Bahn des VVS hat den Weg dorthin jedoch sehr unangenehm gestaltet. Der Flug hat uns leider nicht gleich bis nach Island befördert sondern erstmal nur nach Hamburg (es ist erstaunlicherweise deutlich günstiger von Stuttgart nach Hamburg und von dort nach Reykjavík zu fliegen als direkt). Dafür haben wir den zweistündigen Aufenthalt für ein sehr leckeres (und sättigendes) Abendessen im Cindy's Diner genutzt. Nach beiden Germanwings-Flügen kam übrigens vom Begleitpersonal die neue Floskel (?), dass man hofft, dass wir uns an Bord sicher gefühlt haben. Um 23:45 Uhr Ortszeit (01:45 Uhr MEST) sind wir dann in Keflavík gelandet, haben unsere Koffer abgeholt und danach den Mietwagen bei Hertz Island: Ein VW Polo mit Schaltgetriebe, allerdings schon 42.139 km alt und mit Asche-/Sandsturm-Beschädigungen. Für unsere erste Übernachtung gings im Anschluss zum nur wenige km vom Flughafen entfernten Svitan Guesthouse in Keflavík.

6. Juni 2015: Morgen kommen wir in Teufels Küche - im wahrsten Sinne des Wortes: Elfen und Trolle, riesige Gletscher, tosende Wasserfälle, schäumende Geysire, brodelnde Vulkane, staubtrockene Geröllwüsten, feinste schwarze Sandstrände und nach faulen Eiern stinkende heiße Quellen. Und obwohl sich das wie eine unwirkliche Fantasie-Welt von einem anderen Planeten lesen mag, so gibt es das Land aus Feuer und Eis auf dieser Welt: Island! Unser diesjähriger Sommerurlaub geht wieder nach Island, genauer gesagt zu den Westfjorden. Wir werden ein paar wenige Dinge wiederholen bzw. nochmals versuchen - und hoffentlich viel neues sehen und erleben, denn bei unserer Rundreise vor zwei Jahren haben wir das Hochland und die Westfjorde ausgelassen. Dank meines GPS-Trackers lassen sich unsere Wege übrigens wieder bis auf wenige Meter genau auf einer (privaten) Landkarte etwas zeitverzögert nachverfolgen. Wer den zweiteiligen Hinflug mitverfolgen will, kann das mittels der Flugnummern 4U2042 und 4U7808 tun; technisch wird die Flugüberwachung übrigens mittels ADS-B realisiert.

26. Mai 2015: Wie heute im Laufe des Tages bekannt wurde befindet sich der französische Linux-Distributor Mandriva nun in der Liquidation. Wenn gleich es für die meisten keinen großen Verlust darstellen dürfte, so verbinde ich persönlich meine Anfänge von Linux auch mit Mandrake. Denn erst 2005 entstand aus Mandrake bei der Fusion mit Conectiva das heutige Mandriva. Mandrake selbst hat seine Wurzeln bei Red Hat Linux gehabt, letztendlich ein Fork. Im Unterschied zur etwas älteren Red Hat, Inc. hatte MandrakeSoft es mit der Entscheidung für Linux auf dem Desktop nicht ganz so einfach und stand bereits mehrmals finanziell äußerst schwach da. Endanwender-Produkte wurden, wie auch bei anderen Linux-Distributionen, in die Community ausgegliedert; 2012 entstand OpenMandriva im Zuge einer drohenden Insolvenz und Mageia entstand bereits 2 Jahre zuvor mit Unterstützung der Community als Fork von Mandriva Linux. Das letzte Produkt von Mandriva war der Mandriva Business Server (für kleine und mittelständische Unternehmen) - diese Kunden werden nun vermutlich im Regen stehen und müssen migrieren.